Waschmaschine und Geschirrspüler: Pflege an die Wasserhärte anpassen

Pflege von Waschmaschine und Geschirrspüler bei kalkhaltigem Wasser

Die Wasserhärte kann die Dosierung von Reinigungsmitteln beeinflussen und Ablagerungen in Waschmaschine oder Geschirrspüler begünstigen. Der Wert ist jedoch nicht überall in Luxemburg gleich. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Wasserhärte für Ihre Versorgungszone gilt.

Wie Sie danach vorgehen, hängt vom jeweiligen Gerät ab. Die Bedienungsanleitung nennt passende Einstellungen, zugelassene Produkte und Wartungsintervalle. Die häufig genannte Empfehlung von 55 bis 60 °C bezieht sich auf Boiler oder Warmwasseranlage – nicht auf ein allgemeingültiges Programm für Waschmaschine oder Geschirrspüler.

Die Wasserhärte vor Ort prüfen

Die Wasserhärte beschreibt die Menge an gelöstem Kalzium und Magnesium. In Luxemburg wird sie häufig in französischen Härtegraden (°fH) angegeben. Der Wert kann von Gemeinde zu Gemeinde und zwischen verschiedenen Versorgungszonen abweichen. Die luxemburgische Wasserverwaltung empfiehlt, ihn beim Versorger oder bei der Gemeinde zu erfragen.

Diese konkrete Angabe ist aussagekräftiger als eine pauschale Einordnung nach Landesteilen. Sie hilft Ihnen, die Wasserhärte am Geschirrspüler einzustellen und die Dosiertabelle für Waschmittel richtig zu lesen. Falls die Anleitung deutsche Härtegrade verwendet: 1 °fH entspricht 0,56 °dH.

Was Kalk in einem Gerät verändern kann

Wird Wasser erhitzt, können sich Mineralien auf Bauteilen ablagern, die mit Wasser in Berührung kommen. Wie stark das geschieht, hängt von Wasserhärte, Temperatur, Nutzung und Gerätekonstruktion ab. Nach Angaben der luxemburgischen Wasserverwaltung kann eine sehr hohe Kalkmenge die Funktion von Haushaltsgeräten beeinträchtigen.

Daraus lässt sich weder eine bestimmte Lebensdauer noch die Ursache einer Störung ableiten. Wenn das Gerät nicht richtig heizt, einen Fehlercode zeigt, leckt oder ungewöhnliche Geräusche macht, helfen die Bedienungsanleitung, der Kundendienst oder ein qualifizierter Techniker weiter.

Die 55-bis-60-Grad-Empfehlung richtig einordnen

Die Empfehlung, Warmwasser auf 55 bis 60 °C zu halten, gilt für Boiler oder Warmwasseranlage. Sie soll hygienische Anforderungen mit einer Begrenzung von Ablagerungen in dieser Anlage verbinden. Auch Vergleiche der Kalkbildung bei 55, 65 oder 75 °C beziehen sich auf die Warmwasserbereitung und sind kein allgemeiner Programmhinweis für Haushaltsgeräte.

Wählen Sie bei Waschmaschine und Geschirrspüler das Programm nach Wäsche, Geschirr und Herstellerangaben. Verändern Sie keine internen Einstellungen und starten Sie kein besonders heißes Programm allein gegen Kalk, wenn die Anleitung dies nicht vorsieht.

Dosierung und Einstellungen anpassen

Dosiertabellen für Waschmittel berücksichtigen meist Wasserhärte und Verschmutzungsgrad. Beginnen Sie mit der angegebenen Menge und vermeiden Sie Überdosierung: Zu viel Produkt kann Rückstände hinterlassen, ohne ein Kalkproblem zu lösen.

Beim Geschirrspüler beschreibt die Anleitung, wie Sie die Wasserhärte einstellen und wann Regeneriersalz erforderlich ist. Bei Waschmaschinen nennt sie verfügbare Pflegeprogramme. Diese modellspezifischen Angaben sind verlässlicher als eine feste Häufigkeit oder ein Produkt, das angeblich für jedes Gerät geeignet ist.

Richtig entkalken: was hilft und was schadet

Lesen Sie vor dem Entkalken die Bedienungsanleitung. Manche Hersteller sehen ein Pflegeprogramm oder ein bestimmtes Mittel vor; andere warnen vor bestimmten Säuren an Dichtungen, Leitungen oder Metallteilen. Ein universelles Entkalkungsmittel oder Leerprogramm gibt es deshalb nicht.

Halten Sie Dosierung und Einwirkzeit ein, mischen Sie keine Produkte und führen Sie den vorgesehenen Spülgang durch. Auch Essig ist keine automatische Lösung: Wiederholte Säureanwendung kann bei manchen Geräten oder Bauteilen ausdrücklich unerwünscht sein.

Eine fest installierte Enthärtungsanlage sollte ebenfalls nicht pauschal empfohlen werden. Ob sie sinnvoll ist, hängt von der gemessenen Wasserhärte, der Hausinstallation und der Beratung durch einen Fachbetrieb ab.

Wann der Kundendienst gefragt ist

Sichtbarer Kalk erklärt nicht automatisch eine Störung. Schalten Sie das Gerät aus und wenden Sie sich an Kundendienst oder Techniker, wenn es leckt, ungewöhnlich riecht, einen elektrischen Schutzschalter auslöst, auffällige Geräusche macht oder dauerhaft einen Fehlercode zeigt. Eigenmächtiges Zerlegen oder ein nicht freigegebenes Produkt kann den Schaden vergrößern und Gewährleistungsansprüche beeinträchtigen.

Oberflächen rund um die Geräte pflegen

Sichtbare Kalkspuren an Spüle, Armaturen oder Duschwand gehören zur Oberflächenpflege. Prüfen Sie die Verträglichkeit des Reinigungsmittels mit dem Material, besonders bei Naturstein, Metall und Fugen. Diese Reinigung ersetzt keine technische Wartung des Geräts.

Wenn Sie Unterstützung bei der Reinigung Ihrer Wohnung wünschen, informieren Sie sich über die Haushaltsreinigung von Fast Clean. Reparatur, Demontage und innere Entkalkung von Haushaltsgeräten bleiben Aufgabe des Herstellers, Kundendienstes oder eines qualifizierten Technikers. Mehr zur Einordnung Ihrer Wasserwerte finden Sie in unserem Beitrag über kalkhaltiges Wasser in Luxemburg.

Unterstützung bei der Wohnungsreinigung gesucht?

Fast Clean kann die Reinigung der Oberflächen in Ihrer Wohnung übernehmen. Bei einer Störung oder der inneren Wartung eines Geräts wenden Sie sich bitte an den zuständigen Fachbetrieb.

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Quellen

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